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Weniger Wärmepumpen Förderung 2026: Das müssen Sie jetzt wissen

12 Aug, 2026
Weniger Wärmepumpen Förderung 2026: Das müssen Sie jetzt wissen

Die Bundesregierung will sparen und plant deshalb, die Förderung für Wärmepumpen und andere klimafreundliche Heizungen in den kommenden Jahren zu reduzieren. Die neuen Kürzungspläne, die am 6. Juli 2026 im Zusammenhang mit dem Bundeshaushalt 2027 bekannt wurden, sehen eine stärkere soziale Staffelung vor. In diesem Beitrag erfahren Sie alles zum aktuellen Stand.

Neue Wärmepumpen Förderung ab 2026: Welche Änderungen kommen?

Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2030 rund 2,1 Milliarden Euro einzusparen. Als Teil dieses Plans wird auch die Förderung geändert: Nach den bisher bekannten Plänen soll die staatliche Unterstützung beim Heizungstausch künftig stärker nach Einkommen und sozialer Situation gestaffelt werden. Die Förderung wird nicht komplett gestrichen, aber für viele Haushalte schrittweise reduziert werden.

Die wichtigsten Punkte:

  • Die Grundförderung beträgt weiterhin 30 %.
  • Der Förderhöchstbetrag beträgt
    • 28.000 Euro für die erste Wohneinheit
    • jeweils 15.000 Euro für die zweite bis sechste Wohneinheit
    • jeweils 8.000 Euro für jede weitere Wohneinheit

Der Förderhöchstbetrag für die erste Wohneinheit sinkt erstmalig am 01.02.2027 und danach halbjährlich zum 01.02. und 01.08. eines jeden Jahres um 750 Euro.

Darüber hinaus gibt es Änderungen an bisherigen Boni. Die Obergrenze bei der Kombination ist weiterhin maximal 70% der förderfähigen Gesamtkosten für eine Wohneinheit. Ausnahme sind selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen von bis zu 40.000 Euro (unter Berücksichtigung des Familienzuschlags, sonst 30.000 Euro), hier beträgt die Obergrenze bis zu 80 % der förderfähigen Gesamtkosten für eine Wohneinheit.

  • Einkommensbonus für selbstnutzende Eigentümer beträgt:
    • 40 % für Haushaltsjahreseinkommen bis 30.000 Euro
    • 30 % für Haushaltsjahreseinkommen bis 40.000 Euro
    • 10 % für Haushaltsjahreseinkommen bis 50.000 Euro
  • Kinderbonus: Die Bemessungsgrenze des Haushaltsjahreseinkommen erhöht sich um einen einmaligen Familienzuschlag in Höhe von 10.000 Euro mit mindestens einem minderjährigen Kind im Haushalt.
  • Effizienzbonus: Der bisherige Bonus für besonders effiziente oder umweltfreundliches Kältemittel nutzende Wärmepumpen entfällt zum 21.07.2026.
  • Klimageschwindigkeitsbonus: Dieser Bonus wird weiterhin gewährt, jedoch unter geänderten Bedingungen – Er beträgt 16 % und sinkt erstmalig am 01.02.2027 und danach halbjährlich zum 01.02. und 01.08. eines jeden Jahres um 4 Prozentpunkte.
  • Emissionsminderungszuschlag: entfällt zum 21.07.2026.
  • Wertschöpfungsbonus: Im 1. Quartal 2027 soll ein Wertschöpfungsbonus eingeführt werden. Für Wärmepumpen, die innerhalb der EU gefertigt, gebaut bzw. zusammengebaut wurden, ist die Grundförderung von 30 % durch den Wertschöpfungsbonus weiterhin möglich. Für Wärmepumpen, die außerhalb der EU gefertigt, gebaut bzw. zusammengebaut wurden, sinkt die Grundförderung auf 15 %.

Wärmepumpenförderung für Einkommen bis 30.000 Euro

Wärmepumpenförderung für Einkommen bis 40.000 Euro

Wärmepumpenförderung für Einkommen bis 50.000 Euro

Neue Wärmepumpen Förderung: Was passiert mit alten Anträgen?

Der Bundeshaushalt 2027 befindet sich zwar weiterhin im parlamentarischen Verfahren und ist noch nicht endgültig verabschiedet, für die Förderpraxis ist die Änderung aber bereits deutlich greifbarer: Die KfW hat bereits eine Umstellungsphase gestartet. Seit dem 09.07.2026 können vorübergehend keine neuen Bestätigungen zum Antrag (BzA) erstellt werden. Wer bereits eine BzA besitzt, kann noch bis zum 20.07.2026 um 20:00 Uhr einen Antrag zu den bisherigen Konditionen stellen. Ab 21.07.2026 sind nur noch Anträge zu den neuen Förderbedingungen möglich. Bereits zugesagte Anträge sind von der Änderung nicht betroffen.

Warum soll die Wärmepumpen Förderung gekürzt werden?

Hintergrund der Anpassung sind die Haushaltsplanungen des Bundes. Das Bundeskabinett hat am 06.07.2026 den Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2027 und den Finanzplan bis 2030 beschlossen. Ziel ist es, Ausgaben zu konsolidieren und Finanzierungslücken zu schließen. In diesem Zusammenhang sollen auch Finanzhilfen des Bundes überprüft und teilweise gekürzt werden.

Die Förderung für klimafreundliche Heizungen ist ein wichtiger Bestandteil der Bundesförderung für effiziente Gebäude – Gleichzeitig handelt es sich um ein großes Fördervolumen, weshalb die Heizungsförderung neben vielen weiteren Bereichen im Fokus der Sparpläne steht.

Was bedeuten die geplanten Kürzungen für Haushalte und den Markt?

Die Anpassung der Wärmepumpenförderung kann sowohl für private Haushalte als auch für den Markt spürbare Folgen haben. Kurzfristig ist mit Vorzieheffekten zu rechnen, weil Eigentümer vorhandene Förderzusagen oder Anträge noch zu bisherigen Konditionen sichern möchten. Mittelfristig warnen Branchenvertreter jedoch vor neuer Kaufzurückhaltung: Der Bundesverband Wärmepumpe sieht stabile Förderbedingungen als wichtigen Hebel für den weiteren Markthochlauf und verweist darauf, dass Förderung private Investitionen auslöst und Planungssicherheit schafft.

Gerade im Gebäudebestand, wo die Investitionskosten stark vom konkreten Haus abhängen, kann ein niedrigerer Zuschuss Entscheidungen verzögern oder zugunsten günstigerer fossiler Alternativen beeinflussen. Auch das Handwerk kritisiert die kurzfristige Umstellung, weil dadurch Vertrauen bei Verbrauchern und Betrieben verloren gehen kann. Für einkommensschwächere Haushalte und Familien mit Kindern kann die stärkere soziale Staffelung dagegen Vorteile bringen, sofern die angekündigten Boni im Einzelfall greifen.

Fazit: Vorausschauende Planung ist wichtig

Die Wärmepumpenförderung bleibt auch 2026 ein wichtiger Baustein für den Heizungstausch, wird aber spürbar umgebaut. Zwar bleibt die Grundförderung bestehen, durch den Wegfall einzelner Boni, die schnellere Absenkung des Klimageschwindigkeitsbonus und die halbjährlich sinkenden Förderhöchstbeträge können sich die Zuschüsse für viele Haushalte jedoch deutlich reduzieren. Gleichzeitig werden Haushalte mit geringerem Einkommen und Familien mit Kindern stärker berücksichtigt.

Für Eigentümer bedeutet das: Wer den Austausch seiner alten Heizung ohnehin plant, sollte die neuen Förderbedingungen genau prüfen und nicht zu lange warten. Denn je später der Antrag gestellt wird, desto niedriger kann die mögliche Förderung ausfallen. Eine frühzeitige Planung, der Vergleich mehrerer Angebote und eine saubere Antragstellung sind daher entscheidend, um die bestmögliche Förderung für die eigene Wärmepumpe zu sichern.

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